OKAPI Lymeth - Für optimale Muskulatur

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OKAPI Lymeth

Für optimale Muskulatur


  • Für Jungpferde im Wachstum und Zuchtstuten
  • Für Sportpferde
  • Für ältere Pferde mit erhöhtem Eiweissbedarf
  • Enthält die essenziellen Aminosäuren Lysin, Methionin und Threonin
  • Zur Aufwertung der Eiweisszusammensetzung im Futter


Was ist OKAPI Lymeth?

Proteine sind grosse Moleküle, die aus vielen einzelnen Bausteinen aufgebaut sind, den Aminosäuren. Bei Tieren findet man etwa 20 unterschiedliche Aminosäuren, die man sich vorstellen kann wie die Buchstaben eines Alphabets: Es gibt einige „essenzielle" Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, sondern über die Nahrung aufnehmen muss. Sie entsprechen in unserem Alphabet den Vokalen. Daneben gibt es die Konsonanten, also im Fall der Proteine die nicht-essenziellen Aminosäuren. Diese können vom Körper in beliebiger Menge selbst hergestellt werden, sofern insgesamt genügend Protein in der Nahrung vorhanden ist. Um jetzt einen schlüssigen Satz zu bilden, ist es notwendig, dass alle Buchstaben in die exakt richtige Reihenfolge gebracht werden. Hier kann schon eine einzige falsche Aminosäure komplett die Funktion des Proteins beeinflussen, so wie der Austausch eines einzelnen Buchstabens einem Satz eine vollkommen andere Bedeutung geben kann: „Die Dose ist leer." – „Die Hose ist leer."

Man sieht also, dass man nicht beliebig einen Buchstaben gegen einen anderen austauschen kann, wenn einem einer fehlt. Dazu kommt, dass auch alle Buchstaben vorhanden sein müssen. Bei den Konsonanten ist das nicht so problematisch, weil diese nicht-essenziellen Aminosäuren ja vom Körper selbst hergestellt werden können. Er kann also genügend „D" produzieren, damit aus der Dose keine Hose wird. Anders sieht das aus bei den essenziellen Aminosäuren, unseren Vokalen. Fehlt beispielsweise im Futter die Aminosäure Lysin, die in unserer Sprache ungefähr dem „e" entsprechen würde, dann wird aus „Die Dose ist leer." der Satz „Di Dos ist lr." Ein Protein, für dessen Produktion essenzielle Aminosäuren fehlen, kann entsprechend nicht gebaut werden.

Hieraus ergibt sich die Bedeutung der Qualität von Proteinen im Vergleich zur Quantität: Natürlich muss eine ausreichende Menge an Protein insgesamt im Futter gegeben sein, damit der tägliche Bedarf für Wachstum und Regeneration gedeckt wird. Füttert man aber minderwertiges Protein, das reich ist an nicht-essenziellen Aminosäuren, in dem aber einige essenzielle nur wenig oder gar nicht enthalten sind, dann ist das für den Körper wenig hilfreich. Denn er muss die überflüssigen (nicht-essenziellen) zum grossen Teil wieder ausscheiden, was die Entgiftungsorgane wie Leber und Nieren belastet. Gleichzeitig kann er wichtige Proteine aufgrund des Mangels an essenziellen Aminosäuren nicht aufbauen, sodass gewisse Regenerationsvorgänge oder auch einzelne Stoffwechselreaktionen nicht im normalen Mass ablaufen können.

Aus diesem Grund ist in der Fütterung nicht nur die Menge an Eiweiss, sondern auch die Proteinqualität entscheidend. Da Pferde viele für uns Menschen essenzielle Aminosäuren durch ihr Dickdarm-Mikrobiom zur Verfügung gestellt bekommen, bleiben nur drei wirklich essenzielle Aminosäuren übrig, die vom Pferd über die Nahrung aufgenommen werden müssen: Lysin, Methionin und Threonin.

Insbesondere das wichtige Lysin ist ein limitierender Faktor für die Verwertbarkeit der gesamten Proteinration. Das heisst, bei niedrigem Lysingehalt kann auch bei erhöhter Zufuhr anderer Aminosäuren nicht mehr Protein gebildet werden. Methionin ist nicht nur eine essenzielle Aminosäure, sondern liefert gleichzeitig Schwefel für den Aufbau der (nicht essenziellen) Aminosäure Cystein. Methionin und Cystein geben den Proteinen ihre Stabilität, sodass diese ihre Funktion zuverlässig erfüllen können. Vor allem bei so wichtigen Strukturen wie dem Horn, welches Haare und Hufe bildet, aber auch für eine gesunde Funktion von Haut und Atemwegen sind sie enorm wichtig. Threonin ist nicht nur selbst ein Proteinbaustein, sondern auch Ausgangsstoff für die Bildung einiger nicht-essenzieller Aminosäuren.

Darüber hinaus können die Aminosäuren auch durch hydrothermische Behandlung zerstört werden, deshalb muss man vor allem bei stark prozessierten (z.B. extrudierten) Futtermitteln auf eine ausreichende Versorgung mit essenziellen Aminosäuren achten.

Und als letzten Punkt muss man auch noch daran denken, dass in manchen Futtermitteln von Natur aus sogenannte Trypsin-Inhibitoren enthalten sind, beispielsweise in Sojaprodukten (z.B. Sojaschrot oder Sojaextraktionsschrot). Sie können die Verdauung der Proteine im Dünndarm beeinflussen und damit die Verwertbarkeit der gesamten Proteinration herabsetzen. Dann sind zwar theoretisch hohe Proteingehalte und vielleicht sogar viele essenzielle Aminosäuren im Futter, diese Aminosäuren kommen aber nicht im Stoffwechsel an.

Daher ist die genaue Zusammensetzung und die Verarbeitung des Futters immer zu beachten, um den Wert des Proteins in der Gesamtration zu beurteilen.


Ist Lymeth für mein Pferd geeignet?

Lymeth ist ein hochkonzentrierter Aminosäurezusatz, der die für Pferde essenziellen Aminosäuren Lysin, Methionin und Threonin enthält. Besonders der Gehalt an Lysin in der Ration ist entscheidend für die Verwertbarkeit der Eiweisse. Während proteinhaltige Futtermittel wie Esparsette oder Vitalcobs natürlicherweise einen hohen Lysinanteil sowie ein breites Spektrum an nicht-essenziellen und weiteren essenziellen Aminosäuren liefern, konzentriert sich Lymeth ausschliesslich auf die für Pferde notwendigen Eiweissbausteine. Dadurch kann es die Verwertbarkeit des Gesamtproteins in der Futterration verbessern, ohne den Rohproteingehalt zu erhöhen.

Lymeth eignet sich sowohl für Zuchtstuten als auch für heranwachsende Jungpferde sowie für Sportpferde, die einen höheren Proteinbedarf haben. Ein erhöhter Anteil an essenziellen Aminosäuren in der Ration kann insbesondere bei Sportpferden den Muskelaufbau unterstützen und die natürliche Regeneration nach intensiven Belastungen fördern. Bei Zucht- und Aufzuchtpferden unterstützt Lymeth dabei, die Gesamtration zu optimieren und den Stoffwechsel zu entlasten. Zudem kann es auch älteren Pferden gegeben werden, um altersbedingtem Muskelabbau entgegenzuwirken.


Kann ich Lymeth mit anderen Produkten kombinieren?

OKAPI Lymeth kann gut mit anderen Produkten kombiniert werden. Empfehlenswert ist die Kombination mit OKAPI Wildsamen und OKAPI L-Carnitin Plus.


  FRAGEN & ANTWORTEN

Warum ist so häufig von der Proteinqualität die Rede?

Proteine sind grosse Moleküle, die aus Aminosäuren aufgebaut sind. Man kann sie sich wie ein Alphabet vorstellen: Es gibt essenzielle Aminosäuren (Vokale), die der Körper nicht selbst herstellen kann, und nicht-essenzielle (Konsonanten). Um ein funktionsfähiges Protein zu „bauen", müssen alle „Buchstaben" in der exakt richtigen Reihenfolge vorhanden sein.

Fehlt im Futter eine essenzielle Aminosäure wie Lysin, kann der Körper bestimmte Proteine nicht produzieren. Die Qualität ist hier entscheidender als die Quantität: Minderwertiges Protein belastet Leber und Nieren, da der Körper die überflüssigen Anteile ausscheiden muss, während wichtige Regenerationsvorgänge mangels Baustoffen stagnieren.

Pferde benötigen vor allem drei essenzielle Aminosäuren über die Nahrung: Lysin, Methionin und Threonin. Lysin ist dabei oft der limitierende Faktor – ist zu wenig davon da, nützt auch eine erhöhte Zufuhr anderer Aminosäuren nichts.

Zudem können Verarbeitungsprozesse (wie Extrudieren) oder Trypsin-Inhibitoren (z.B. in Sojaprodukten) die Verwertbarkeit der Proteine herabsetzen, selbst wenn sie theoretisch im Futter enthalten sind.


Wofür ist Lymeth geeignet?

Lymeth ist ein hochkonzentrierter Aminosäurezusatz, der gezielt Lysin, Methionin und Threonin liefert. Es verbessert die Verwertbarkeit des Gesamtproteins der Ration, ohne den Rohproteingehalt unnötig zu erhöhen.

Es eignet sich ideal für:

Zuchtstuten und Fohlen: Zur Optimierung der Ration im Wachstum.

Sportpferde: Zur Förderung des Muskelaufbaus und der Regeneration.

Ältere Pferde: Um altersbedingtem Muskelabbau entgegenzuwirken.


Kann das Lymeth auch dauerhaft gegeben werden?

Ja, Lymeth kann bei Bedarf dauerhaft gefüttert werden. Die Gabe sollte jedoch immer an die Gesamtration angepasst werden. Da junges Gras, Esparsette oder hochwertiges Heu bereits viel Eiweiss liefern, sollte Lymeth gezielt eingesetzt werden, um eine Überversorgung zu vermeiden.


Warum ist Sojaöl im Lymeth zugesetzt?

Sojaöl dient in Lymeth lediglich als Staubbinder (Anteil ca. 2%). Ohne diesen Zusatz wäre das Pulver zu fein für die Verarbeitung und würde beim Füttern die Atemwege der Pferde reizen.

Es wird ausschliesslich GMO-freies Sojaöl verwendet. Es enthält keine Sojastärke, die oft für Verdauungsprobleme verantwortlich ist. Da die Menge minimal ist, wird sie im Vergleich zur direkten Ölfütterung (die kritisch zu sehen ist) als gesundheitlich unproblematisch eingestuft. Es wird dennoch an Möglichkeiten gearbeitet, künftig auf andere Ölsorten wie Sonnenblumenöl umzusteigen.


  FÜTTERUNGSEMPFEHLUNG

Wie lange sollte ich OKAPI Lymeth füttern?

Das Lymeth kann bei Bedarf dauerhaft gefüttert werden. Allerdings sollte die Gabe immer auf den Proteingehalt der Gesamtration angepasst werden. Während der Weidesaison liefert das junge Gras bereits sehr viel Eiweiss und einen hohen Anteil an essenziellen Aminosäuren. Ebenso ist OKAPI Esparsette eiweissreich und im Heu findet man teilweise oft schon recht hohe Rohproteingehalte. Somit sollte Lymeth immer im Rahmen einer stimmigen Ration gefüttert werden, um Überversorgung zu vermeiden.


Wie wird OKAPI Lymeth gefüttert?

OKAPI Lymeth kann direkt in die bestehende Fütterung des Pferdes gemischt werden.


Wie rechne ich die passende Dosierung für mein Pferd aus?

Um die passende Dosis für OKAPI Lymeth zu berechnen, können folgende Schritte befolgt werden:

Gewicht des Pferdes bestimmen: Das Gewicht des Pferdes kann entweder durch Wiegen, Messen mit einem Massband oder durch die Nutzung von Apps wie der BCI App von Sanoanimal (kostenlos im Google Play und Apple Store verfügbar) ermittelt werden.

Fütterungsempfehlung beachten: Die allgemeine Empfehlung für OKAPI Produkte bezieht sich auf ein 600 kg schweres Pferd. Die empfohlene Tagesmenge beträgt täglich 1–2 ML (1 Messlöffel = 13 g).

Dosis anpassen: Sollte das Pferd beispielsweise 300 kg wiegen, muss die Dosis entsprechend angepasst werden. Die Berechnung lautet dann: Tagesdosis (26 g) / 600 kg × Gewicht des Pferdes (300 kg) = Tagesration (13 g).

Diese Berechnungsmethode ermöglicht es, die passende Menge zu ermitteln.

800g sind ausreichend für ca. 1–2 Monate. Die 2.000g-Packung reicht für ca. 4–5 Monate.


  ZUSAMMENSETZUNG

Was ist in OKAPI Lymeth enthalten?

OKAPI Lymeth enthält: Traubenkernschrot, Sojaöl 2%.

Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe je kg: 400.000mg L-Lysin-Monohydrochlorid, technisch rein (3c322), 250.000mg DL-Methionin, technisch rein (3c301), 250.000mg L-Threonin, technisch rein (3c410).

Sojaöl wird in OKAPI Lymeth als Staubbinder eingesetzt und ist leider nicht zu vermeiden. Andernfalls wäre das Pulver zu fein, um es zu verarbeiten, und auch die Pferde hätten Probleme damit, Stäube einzuatmen, wenn man es trocken dem Kraftfutter zusetzt. Grundsätzlich wird, ebenso wie von Sanoanimal, von der Ölfütterung beim Pferd abgeraten. Denn der Zusatz von Öl beispielsweise zum Kraftfutter kann die Verdauung und den Stoffwechsel erheblich belasten. Hier werden jedoch in der Regel signifikante Mengen an Öl über das Futter gegossen. Im Lymeth liegt die enthaltene Menge an Öl nur bei 2% und ist somit auch im Hinblick auf die empfohlene Dosierung als unkritisch einzustufen.

Es wird angestrebt, Sojaöl durch Sonnenblumenöl zu ersetzen, da Sojaprodukte aus ökologischen Gründen kritisch gesehen werden. Aufgrund des aktuellen Herstellungsprozesses ist dies jedoch derzeit nicht möglich. Sichergestellt wird, dass das verwendete Sojaöl gentechnikfrei ist. Zudem enthält das Sojaöl keine Sojastärke (Stachyose), die Sojaschrot oder Sojaextraktionsschrot für Pferde problematisch macht.

Insgesamt wird das im Lymeth enthaltene Sojaöl als gesundheitlich unbedenklich für das Pferd bewertet, es wird jedoch weiterhin nach einer Alternative gesucht, um den Anbau von Soja nicht weiter zu unterstützen.

Analytische Bestandteile und Gehalte: Rohfaser: 1,90 %, Rohprotein: 71,40 %, Rohfett: 2,50 %, Rohasche: 8,90 %, Calcium: 0,02 %, Phosphor: 0,03 %, Natrium: 0,04 %.

Ergänzungsfuttermittel für Pferde.

Kühl und trocken lagern! Mindestens haltbar bis: siehe Etikett.

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